Band-Collage Collage Joe Viera

Joe Viera wurde am 4. September 1932 in München geboren. Er wuchs im Münchner Künstlerviertel Schwabing auf, wo er heute noch lebt. Viera studierte Physik an der Technischen Hochschule München und Musik bei verschiedenen Lehrern. Seine Instrumente sind Sopran-, Alt- und Tenorsaxophon.

Joe Viera ist einer der ersten deutschen Jazzpädagogen ─ bereits seit 1957 unterrichtet er in Workshops, Seminaren und festen Lehrengagements. Seit 1960 ist er hauptberuflich als Musiker, Arrangeur, Komponist, Lehrer und Autor tätig, hat zahlreiche Aufsätze und Lehrbücher verfasst und war in vielen europäischen Ländern tätig. Zu seinen musikalischen Wegbegleitern zählen unter anderem der Kornettist Richard „Dick“ Sudhalter, die Pianisten Erich Ferstl und Martin Schrack, die Bassisten Manfred Eicher und Sigi Busch oder der Posaunist Ed Kröger.

1970 begründete Joe Viera zusammen mit Helmut Viertl die Internationale Jazzwoche Burghausen. 1971 etablierte er die Big Band Burghausen, 1972 das Studierzentrum für zeitgenössische Musik Burghausen. 1970 begann er in Zusammenarbeit mit der Universal Edition Wien die „reihe jazz“, eine Serie von Jazzpublikationen, die unter anderem mit Übersetzungen in polnisch, schwedisch oder griechisch die umfangreichste ihrer Art in Europa ist. Von 1971 bis 1998 unterrichtete Joe Viera an der Universität Duisburg, von 1971 bis 1997 an der Musikhochschule Hannover und seitdem an der Universität München. Daneben hatte er Lehraufträge in München, Berlin, Reutlingen, Würzburg, Innsbruck und Winterthur inne. Auslandsengagements führten ihn unter anderem in die Schweiz, nach Ungarn, Jugoslawien oder nach Afrika.

Viera ist Mitbegründer der Internationalen Jazz-Föderation und der Union Deutscher Jazzmusiker. 1999 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen.

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